Farbenfrohe Finken

Bluthänflinge ©K. Wessely

Die Familie der Finken ist sehr artenreich und bis auf die Antarktis überall auf der Welt zu finden.

Buchfink, Grünling, Stieglitz, Girlitz, Bluthänfling und Co. sind auch im Tullnerfeld zu entdecken und besiedeln hier eine große Bandbreite an unterschiedlichen Lebensräumen.

Der Buchfink gilt als einer der häufigsten, an Waldgebiete und baumbestandene Habitate angepasste Brutvogel Mitteleuropas. Der weit verbreitete Stieglitz  (oder auch Distelfink) bewohnte ursprünglich lichte Wälder und Waldrandgebiete, so auch weitere charakteristische Kulturfolger, wie der Grünling (auch Grünfink genannt) und der Girlitz. Weniger Bäume, dafür möglichst offene Landschaften mit Strauchbestand bevorzugt wiederum der Bluthänfling.

Vogel des Jahres 2021 – Girlitz ©K. Wessely

Als sogenannten Kulturfolgern ist ihnen jedoch allen gemein, dass sich deren Lebensraumansprüche in der heutigen Kulturlandschaft hin zu unterschiedlichen ländlichen und auch städtischen Habitatstypen verändert haben, wo vielfältige, mosaikartige Biotope aufeinandertreffen.

Diese reichen von landwirtschaftlich genutzten Flächen, von mit Bäumen bestandenem Offenland und gebüschreichen Wiesen und Weiden, von Wäldchen, Feldgehölzen, Hecken, Windschutzstreifen, von Landschaften mit verkehrswegbegleitenden Allee- oder Einzelbäumen bis hin zum urbanen Siedlungsgebiet mit Grün- und Parkanlangen, baumbestandenen Friedhöfen, Gärten und Sportanlagen und gehölzreichen Brach- und Industrieflächen.

Grünling ©K. Wessely

Viele dieser Lebensräume sind im Tullnerfeld durch intensive Landwirtschaft und voranschreitende Bodenversiegelung minimiert, zerstört oder bedroht. Für unsere Finken sind sie jedoch überlebenswichtig. Einer von so vielen Gründen, warum wir unsere Natur bewahren und ihr unsere Stimme geben sollten.